Gliedefin unterwegs

Als ich heute Nachmittag nach meinen Emails schaute ging mein Adrenalinspiegel nach oben. Meine Gliedfin ist versendet worden. Jetzt trennen uns nur nach Tage vom ersten gemeinsamen Training und einer erhofften Leistungssteigerung.

Fast könnte man sagen sie kommt pünktlich zur Hallensaison. Aber noch ist das Wetter eigentlich zu schön um unter einem Dach seine Bahnen zu ziehen. Aber der Regelmäßige Besuch (1x / Woche) des Hallenbades ist Pflicht.

Voller Motivation geht es jatzt an einen gezielten Trainingsplan für das Monoflossenschwimmen. Frei nach dem Motto: Jeder Meter ist ein guter Meter.

Monoflossen Training

Nach 2 Maximaltauchgängen wollte ich heute etwas für meine Ausdauer tun. Wieder waren wir fast allein in der Halle. Wie faul doch viele zwischen den Feiertagen werden. Die Grube war von den UW-Rugbyspielern besetzt. Auf der Bahn waren wir ganze 3! Leute.

Begonnen habe ich mit Einschwimmen ohne Flossen. Alle Lagen wurden kurz probiert um wieder das Wassergefühl zu verbessern. Nach dem Einschwimmen habe ich mich mit meinem Mittelschnorchel bewaffnet und pflügte mit Delfinwelle durchs Oberwasser. Mal mit Armzug, mal ohne. Nach 200 m habe ich meinen Weg dann am Beckenboden fortgesetzt.

4 x 50 m. Davon die ersten ca. 15 m am Boden, anschließend an der Oberfläche.
4 x 50 m: 25 m Delfinwelle tauchen, Rest Schwimmen (mit Flossen)

Nach diesem Programm habe ich mir meine Monoflosse angezogen. Auch hier bin ich zunächst gemütlich an der Oberfläche geschwommen. Weiter ging es dann man 25 m Tauchgängen. Den Abschluss bildeten dann 2 gemütliche 50 m Tauchgänge.

120 m in Dynamik

Heute lief das Zeittauchen deutlich besser als am Mittwoch. Die Motivation war wieder zurück und ließ mich dem Atemreiz trotzen. Wieder einmal war es still in der Halle. Als wir ankahmen, war es sogar noch dunkel. Seit 16 Uhr war niemand mehr in Halle. Dank der UW-Rugby Spieler waren wir aber genug und durften hinnein.

Beim Zeittauchen hielt ich diesmal 5 Minuten durch. Knappe 3 Minuten davon mit Atemreiz. Eine Leistung, auf die ich wieder einmal stolz bin, waren doch die gesundheitlichen Hindernisse der letzten Tage etwas größer.

Beim Streckentauchen hatten wir auch diesmal die Bahn für uns. Gemütlich wurde die Ausrüstung vorbereitet. Atemübungen am Beckenrand, Flosse anziehen, wieder Atmen, Maske und Nackenblei anlegen. In Gedanken beginnt die letzte Minute, noch 2 Atemzüge bis zum Tauchgang. Ich stehe im Wasser und atme ein letztes Mal kräftig ein. Ich schließe den Mund und gleite ins kühle Nass. Nach dem Abstoßen geht es mit entspannten Schlägen durchs Wassers. 1. Wende, 50 m. Alles läuft super. Kurz vor 75 m dann zum ersten mal der Atemreiz. Eine elegante Wende, dass waren jetzt 100 m. Die ornge Linie gleitet unter mir hindurch. Schwer atmend tauche ich auf. Dieses mal bin ich meiner Grenze schon ziemlich nahe gekommen. 120 m!

119 m in Dynamik

Kurz vor Weihnachten habe ich noch mal eine tolle Leistung im Streckentauchen mit meiner Monoflosse hingelegt. Im Zeittauchen hatte ich diesmal ein Motivationstief. Durch einen sehr frühen Atemreiz ging die Erwartung doch sehr schnell nach unten und ich tauchte nach knappen drei Minuten auf.
Durch die Weihnachtszeit war das Becken sehr leer. Wolle und ich hatten eine 50 m Bahn am Beckenrand für uns allein.
Die Vorgabe waren auch diesmal 100 m + Wende. Was danach kommt ist offen.
Nach einer sauberen 100 m Wende folgten noch so einige Schläge mit der Monoflosse. Das Auftauchen war super sauber, keine Anzeichen eines Sauerstoffmangels. Das war wieder einer dieser Tauchgänge, nach denen man sich fragt: „Warum bin ich aufgetaucht?“

5:20 in Statik

Heute war mein Statik Training ein voller Erfolg. Ohne große Erwartungen habe ich mich einfach mal entspannt. Der Vorbereitungstauchgang dauerte 3:25 min. Beim Maximaltauchgang bereitete ich mich dann mit meiner neuen Kombination aus Stoß- und Vollatmung vor.

Trotz der langen Trainingspause im Sommer, ist die Leistung doch nicht abgefallen. Der Atemreiz fing zwar schon bei ca. 2:30 min an, aber das war ja bei mir noch nie das Problem. Meine CO2 Tolleranz ist einfach gut.

Da meine Schwimmbrille kaputt war, ich aber nicht mit meiner Maske tauchen wollte, entschloss ich mich nur die Nasenklammer zu verwenden. Viele gute Athleten tauchen schließlich auch so! Die Methode scheint Potential zu haben. Auch nach 5:20 min konnte ich ein zügiges Oberflächenprotokoll ablegen.

86 m Dynamik ohne Flossen

Heute bin ich endlich dazu gekommen wieder einmal selber zu tauchen. Da ich in Wiesbaden ohne Flossen an den Start gehe, habe ich heute mal ausprobiert was noch so geht. Nach 10 Minuten Vorbereitung nahm ich einen letzten vollen Atemzug und habe mit dem Packen begonnen. Untertauchen, vom Beckenrand abstoßen, gleiten und so weiter. Von Wende zu Wende. Auf jeder Bahn die Armzüge gezählt.

Nach 86 m hatte mich die Luft dann wieder. Der Tauchgang war sehr schön, leider habe ich auch das fehlende Training bemerkt. Aber das kann man ja ändern.

Messinghausen

Messinghausen Seeblick

Messinghausen Seeblick

Heute ging es nach Messinghausen. Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker und das auf einen Sonntagmorgen. Aber wir haben es nicht anders gewollt. Schnell noch die Sachen gepackt und dann ab ins Auto. Um 9 Uhr waren wir mit Christian Sperl in Dortmund verabredet. Gemeinsam wollten wir dann weiter nach Messinghausen „Dem See im Berg“.

Der See liegt wunderschön im Berg, wie auf dem Bild rechts zu sehen ist. Durch die hohen Wände am Ufer fällt die Sonne nur über Mittag auf die Wasseroberfläche. Der See erwärmt sich dadurch nur langsam. Die Wassertemperatur lag bei gerade mal 6°C. Gut, dass ich noch ein 1 mm Neoprenshirt zum drunterziehen habe.

Nach dem auch Günter Don, unser vierter Apnoeist, vor Ort war, machten wir zu Fuß eine kleine Besichtigungstour zum See. Das Wasser lag sehr ruhig und die Sicht war gigantisch: 17 m.

Nach der Anmeldung haben wir unsere Neoprenanzüge angezogen und alle erdenklichen Tricks verwendet um später nicht zu frieren. Tiefenmesser um die Handgelenke, 2 Paar Socken, Unterzieshirt und andere. Am Wasser angekommen habe wir unsere Ausrüstung vollständig angelegt und sind gemeinsam ins Wasser. Bei 6°C merkt man jedes Loch im Handschuh. Kaltes Wasser schießt ein und sorgt für komische Kommentare.

blautaucher83 in Messinghausen

blautaucher83 in Messinghausen

Wir sind zuerst zur 45 m Boje geschwommen. Alle haben versucht die Hände und das Gesicht über Wasser zu halten um der Kälte zu entgehen. Um uns an die Tiefe zu gewöhnen haben wir einige FRC Tauchgänge absolviert. Bei meinem ersten Tauchgang wollte ich 20 m – 30 m erreichen. Bei 29,1 m habe ich gewendet und bin wieder zur Oberfläche zurück. Einen Augenblick lang habe ich überlegt mich weiter fallen zu lassen. Da der Tauchgang aber anders besprochen war, kehrte ich um. Meine zweiter Tauchgang sollte tiefer gehen. Leider war ich beim Abtauchen dann zu schnell und kam nicht mit dem Druckausgleich nach. Bei 10 m musste ich somit anhalten. Nach dem der Druckausgleich hergestellt war, bin ich aufgetaucht.

Nach unser kleinen Tieftauchsession sind wir rüber zur Bucht geschwommen. Die steilen Wände und das einfallende Sonnenlicht waren eine schöne Kombination. Nach 60 min wurde es doch etwas frisch und wir verließen mit Aussicht auf einen zweiten Tauchgang das Wasser.

Ober angekommen machten wir es uns auf einer Bank bequem und genossen die warmen Sonnestrahlen. Mitgebrachte Brötchen und warme Getränke waren jetzt ein Genuss.

Gegen 15 Uhr haben Christian und ich die Vorbereitungen für einen zweiten Tauchgang getroffen. Diesmal wollten wir nicht auf Tiefe, sondern auf Spaß ins Wasser. Wir entschlossen uns eine kleine Schnorcheltour zu machen. Vom Steg aus sind wir nach rechts an der Steilwand entlang. Von oben konnte man vereinzelnt Gerätetaucher sehen. Gemütlich schwebten sie durch die Tiefe. Wir machten einige Abstige zu interessanten Fels- oder Buschvormationen. Am Ende der Straße fanden wir dann auch den Bus, welcher in 17 m Tiefe versenkt ist. Direkt hinter dem Bus lagen dann noch 4 Röhren die zum Durchtauchen einluden.

Nach dem wir alles ausgiebig betrachtet hatten, machten wir uns auf den Rückweg zum Steg. Nach 50 min verließen wir das Wasser und freuten uns auf ein paar warme Sonnenstrahlen. Der Ausflug nach Messinghausen hatte sich wirklich gelohnt.

Hitdorfer See

Hitdorfer See

Hitdorfer See

Endlich Antauchen! Die Wintersaison ist vorbei, das Wasser wieder flüssig und die ersten springen mutig ins Wasser.

Nach dem wir heute Morgen im Monte Mare das warme Wasser genießen konnten, geht es jetzt in den etwas kühleren Hitdorfer See. Bei angenehmen 13°C Wassertemperatur ließen wir uns die Sonne aufs Neopren scheinen. Nach leichten Problemen mit der neuen Boje ging es dann los. Abwechselnd machten Andreas und ich einige Tauchgänge auf -17m. Die Tauchgänge liefen gut, keine Probleme mit dem Druckausgleich.

Nun ging es an den Spaßteil. Wir schnorchelten zu den zwei Ausbildungsplattformen, die auf 10m und 6m Tiefe lagen. Hier tauchten wir zusammen ab und studierten die Konstruktion. Als Andenken an den See konnte ich es mir nicht verkneifen einen Stein mitzunehmen. Er lag zwar nur in 6m Tiefe, aber das ist egal. Bei 17m Tiefe gab es nur Schlamm, der macht sich einfach nicht so toll im Regel.

Da wir Andreas seine Familie nicht so lange warten lassen wollten, haben wir uns wieder auf den Weg zum Strand gemacht.

Für meinen neuen Elios Anzug war heute Generalprobe. Aber wie von Elios erwartet, der Anzug sitzt perfekt. Auch nach 1,5 Stunden keine Anzeichen von Kälte. Messinghausen wir kommen!

CO2 4. Woche

Heute war die 4. Trainingswoche mit CO2 Tabelle. Wieder 8 Tauchgänge  mit 3 min und folgenden Pausen: (1:20/1:10/1:00/0:50/0:50/0:50/0:50)

Das besondere am heutigen Training war die ruhe mit der es ablief. Wenn ich mich an das vergangene Septembertraining mit der gleichen Tabelle erinner, war der heutige Tag extrem leicht. Heute setzte der Beginn des Atemreizes auch nach ca. 1 Minute ein. Hier merkte ich das sich in meinem Körper etwas regte. Jedoch war ich mental so entspannt und auf mich fokussiert, dass der erste richtige Zucker sich Zeit ließ. Der kam erst nach 2 min.